Über das Privatleben Johann Sebastian Bachs sind kaum Informationen erhalten. Das Ehepaar Bach lässt in der Thomaskirche 13 Kinder taufen, einige von ihnen werden nicht lange danach auf dem Johanniskirchhof zu Grabe getragen. In der Thomasschule bewohnt die Familie Bach eine Dienstwohnung, die nach dem Umbau der Schule 1732 auf rund 250 qm anwächst. Neben dem Rathaus am Marktplatz wohnt in Kochs Haus sein bevorzugter Textdichter Christian Friedrich Henrici, genannt Picander, der später wenige Meter vom Thomaskirchhof entfernt in der Burgstraße lebt - ob sich zwischen dem Dichter und dem Komponisten nur berufliche Bande entwickelt hatten, ist unbekannt. Mit einigen Leipziger Musikinstrumentenbauern stand Bach offenbar in gutem Verhältnis. Neben dem Orgel- und Claviermacher Zacharias Hildebrandt ist vor allem der Geigen- und Lautenmacher Johann Christian Hoffmann auf dem Grimmaischen Steinweg zu nennen, der zu den bedeutenden deutschen Geigenbauern seiner Zeit gehört. Bachs beharrliches Schweigen in privaten Dingen mildern die erhaltenen Briefentwürfe seines Schweinfurter Verwandten Johann Elias Bach, der einige Jahre als Privatsekretär im Haushalt lebte und hin und wieder kleine Einblicke in die private Sphäre gibt. Entsprechend gering fallen die Einträge im Menüpunkt "Bach privat" aus.